Zahlen und Fakten: Was ihr schon immer über Bio-Baumwolle wissen wolltet

Organic Cotton wird populär. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Kleidung, die aus nachhaltig produzierter Bio-Baumwolle hergestellt wird. Auch Bio-Mode für Babys und Kinder steigt in der Gunst. Diesen Trend bekommen die großen Abnehmer zu spüren. Jüngst hat beispielsweise C&A vermeldet, dass Bio-Baumwolle knapp wird am Weltmarkt. Das Problem: Während die Nachfrage kontinuierlich steigt, sinkt die weltweite Produktion. Die Naturfaser kommt lediglich auf einen Anteil von 1 Prozent an der weltweiten Baumwollproduktion. Diese betrug 2013/14 insgesamt 25,6 Millionen Tonnen. Eine beeindruckende Menge! Wir haben alle Zahlen und Fakten rund um Bio-Baumwolle zusammengefasst. 

Bio-Baumwolle: Anbaugebiete und Erntemengen
Es gibt fünf große Anbaugebiete für Bio-Baumwolle. Indien ist der Spitzenreiter; 74 Prozent der weltweit geernteten Bio-Baumwolle kommt von hier. Aus derTürkei stammen 11 Prozent, auf China entfallen 6 Prozent). Ebenfalls 6 Prozent werden in der Sub-Sahara-Afrika geerntet Im Jahr 2012 betrug das gesamte Erntevolumen übrigens 138.813 Tonnen. Damit beansprucht die Naturfaser 0,5 Prozent am Weltmarkt für Baumwolle. Die Gesamtmenge beträgt stolze 26,8 Millionen Tonnen.

Die größten Abnehmer von Biobaumwolle
Unter den Big Five sind vier Konzerne, die jeder kennt: C&A, H&M, Nike und Puma. Der Fünfte im Bunde ist Coop Schweiz; Das Unternehmen kennt man in erster Linie wegen seiner Supermärkte. Die Raupe Nimmersatt unter den Top-Abnehmern ist C&A. Auf die Düsseldorfer Firma entfielen im Jahr 2012 ganze 16,2 Prozent der weltweiten Ernte. Ausgebaut wird das Naturfaser-Angebot bei allen, v.a. bei H&M, C&A, aber auch bei der Otto Group. Bei ihr ist sogar eine Bio-Baumwoll-Wachstumsrate von 40 Prozent festzustellen.

Organic Cotton vs. Kunstfasern – Bedeutung auf dem Textilien-Weltmarkt
Etwas mehr als die Hälfte (ca. 60 Prozent) aller Textilfasern für Bekleidung beziehen ihren Ursprung aus einer chemischen Formel. Am häufigsten hergestellt wird die Verbindung Polyester und ist somit die wirtschaftlich bedeutendste Kunstfaser. 80 Prozent aller weltweit produzierten Chemiefasern bestehen daraus.

Die restlichen 40 Prozent am Gesamt-Textilfaser-Markt entfallen auf konventionelle Baumwolle. Die anderen Naturfasern – zu nennen sind hier Wolle, Flachs oder Hanf – spielen eine verschwindend geringe Rolle. Ihr Anteil ist winzig, genauer gesagt unter 0,1 Prozent am Welt-Textilienmarkt.

Vorteile von Bio-Baumwolle im Vergleich mit anderen Naturfasern
Im Tragekomfort unterscheiden sich Shirts & Co. aus Bio-Baumwolle keinesfalls von Artikeln aus konventionell erzeugten Stoffen. Der Hauptunterschied liegt in der Anbauweise: Im herkömmlichen Prozess werden die Baumwollpflanzen stark mit Kunstdüngern und Pestiziden behandelt. In Zahlen ausgedrückt, kommen auf jedes konventionell angebaute T-Shirt 150 Gramm Schadstoffe – das zieht erhebliche Konsequenzen für die Umwelt nach sich.

Wer organic cotton trägt, kann aufatmen. Die Bio-Baumwolle für solch ein Shirt kommt ganz ohne Agrargifte aus. Neben der Schadstoff-Thematik gibt es ein weiteres großes Umweltproblem: den enormen Wasserverbrauch. Damit die Samenfäden für ein ‚normales‘ T-Shirt geerntet werden können, müssen stolze 2.000 Liter Wasser aufgewendet werden.
Selbstverständlich entfällt die Bewässerung bei Bio-Baumwolle nicht, denn Regen allein genügt in der Regel nicht.

Im Vergleich mit alternativen Biofasern wie Hanf oder Flachs schneidet Bio-Baumwolle schlechter ab. Einzig und allein, weil sie genügsamer sind, als der „Wasserschlucker“ Bio-Baumwolle. Da die Nachfrage aber sehr gering ist, stehen sie weiterhin im Schatten der Textilwirtschaft.

Fairtrade Siegel für das grüne Gewissen
Aus Konsumentensicht gibt es einen weiteren Grund, sich für Mode aus Bio-Baumwolle zu entscheiden: Die Rohstoffe dafür werden fair erzeugt und fair gehandelt. Es gibt unterschiedliche Siegel, die das garantieren, z.B. das GOTS-Zertifikat. Rein optisch ist kein Unterschied zwischen konventionell und nachhaltig produzierten Shirts und Jeans festzustellen. Ein Blick hinter die Kulissen verrät den wahren Unterschied: Die Bio-Baumwoll-Bauern müssen ihre kostbare Ernte nicht zu unrentablen Dumpingpreisen verkaufen, sondern erhalten einen angemessenen Preis dafür, der ihre Existenz sichert. Bezogen auf das GOTS-Siegel ist auch garantiert, dass es keinerlei Zwangs- oder Kinderarbeit auf den Plantagen gibt. Außerdem toll an Fairtrade: Von den Mehrkosten, die die Produkte am Verbrauchermarkt kosten, werden soziale Produkte in den Herkunftsländern der Rohstoffe gefördert.

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