Neuer Code of Conduct in der Textil Industrie.

Neuer Code of Conduct in der Textil Industrie.

Angepasste und vor allem realistisch umsetzbare Leitlinien für Nachhaltigkeit und Menschenrechte.

Der Gesamtverband textil + mode hat einen neuen Code of Conduct. Das Regelwerk von 2010 wurde grundlegend überarbeitet. Und das musste auch sein. Gerade in den letzten Jahren hat sich viel verändert – und vor allem die Wahrnehmung, die Definition und die Reichweite der unternehmerischen Verantwortung auf diesem Gebiet haben sich gewandelt. Ein neuer Code of Conduct – der nun inhaltlich und sprachlich angepasst wurde – war dringend notwendig. 

Auf der CSR-Tagung in Ludwigsburg stellte t+m-Hauptgeschäftsführer Uwe Mazura  am 20. Mai den neuen Code of Conduct vor. Rund um das Thema Corporate Social Responsibilty (CSR) diskutierten hier Unternehmen aus der Textil- und Bekleidungsindustrie – unter anderem auch über das „Bündnis für nachhaltige Textilien“, das Bundesentwicklungsminister Müller am 16. Oktober 2014 ins Leben gerufen hat. 

Was ist nun neu am Verhaltenskodex?

Die neuen Richtlinien orientieren sich an den international anerkannten Prinzipien zum Schutz der Menschen- und Arbeitsrechte. Diese Leitlinien finden sich auch in der Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, in den ILO-Kernarbeitsnormen, in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie in den OECD Leitsätzen für multinationale Unternehmen wieder. 

Wichtig für den neuen Code of Conduct waren diesmal vor allem Leitlinien, die tatsächlich umsetzbar und für Unternehmen realisierbar sind. Laut Mazura sind konkrete und vor allem praktisch umsetzbare Verhaltens- und Vorgehensweisen formuliert worden – denn im täglichen Geschäftsablauf bringen genau solche realistisch umsetzbaren Leitlinien mehr, als utopische Vorgaben. Zum Thema menschenrechtliche Sorgfaltspflicht gibt es im Code of Conduct  beispielsweise eine Beschreibung des Konzeptes der Human Rights Due Diligence für die Achtung der Menschenrechte. So sind hier vor allem Mechanismen für die Altersfeststellung festgelegt. Weiterhin werden Mechanismen und Wege aufgezeigt, wie sich Kinderarbeit verhindern lässt. Ebenso gibt es einen Leitfaden zur Bewertung eingesetzter Chemikalien und wie man besonders belastende Chemikalien ersetzen kann. Neue Themen im Regelwerk sind jetzt außerdem Beschäftigungsverhältnisse, Kreislaufwirtschaft, Tier- und Artenschutz sowie Corporate Governance und Managementsysteme.

Wer kann den Code of Conduct nutzen?

Die Verwendung des Code of Conduct ist freiwillig – und setzt auch keine Mitgliedschaft in einem Verband voraus. Gerade mit den angepassten und tatsächlich realistischen Leitlinien ist der neue Verhaltenskodex ein guter Orientierungsrahmen und ein brauchbarer Leitfaden für alle Unternehmen, denen ein nachhaltiges Handeln am Herzen liegt.  

P.S. Unter www.textil-mode.de kann die deutsche Version des Verhaltenskodex abgerufen werden. 

 

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