Kleidung recyceln

Kleidung recyceln

Aus Alt mach Weitergeben - Do’s and Don’ts im Umgang mit Aussortiertem.

Der Frühling steht vor der Tür und das bedeutet für uns: Zeit für den Frühjahrsputz um und vor allem im Kleiderschrank. Nach dem Ausmisten stellt sich allerdings die Frage: Wohin mit den Kleidungsstücken, auf die ich keine Lust mehr habe, die aber durchaus noch tragbar sind. Fakt ist, Altkleidercontainer sind keine „grüne“ Lösung. Die Abgabe von Kleidertüten bei H&M auch nicht.

Wir von Nipparel möchten euch stattdessen 4 wirklich grüne Alternativen vorstellen:

 

1. Klamottentauschpartys

Es ist die Alternative zum Frauenabend mit Schnulzenfilm: Der Frauenabend als Tauschbasar. Snacks werden vorbereitet, Getränke kaltgestellt und es gibt eine Gatgeberin. Geladen sind Freunde und meistens noch Freunde von Freunden. In den heimischen vier Wänden kommt man zusammen, um sich auszutauschen - u.a. die Kleidung. Das macht im Kreis von Freunden nicht nur besonders viel Spaß, sondern führt auch zu dem oft zu beobachtenden Phänomen „Was, das willst du weggeben? Das wollte ich mir immer schon mal ausleihen!“. Gerade wenn sich (das erste Mal) Nachwuchs ankündigt, sind diese Partys perfekt, um sich Kleidung in anderen Größen zu verschaffen. Ob man die Kleidung gegen Kleidung oder einen anderen Obolus tauscht, bleibt dabei den Teilnehmern überlassen.

 

2. Die Kleiderkiste im Haus/in der Nachbarschaft

Was auf den ersten Blick wie zu-faul-zum-selbst-entsorgen wirkt, ist in Wirklichkeit recyceln in der Hausgemeinschaft. Man nehme eine (Papp)Kiste, befülle sie mit aussortierter Kleidung, vermerke „Kleidung zu verschenken!“ und platziere sie gut sichtbar im gemeinschaftlichen Hausflur. Ihr werdet erstaunt sein, wie schnell der sog. „Bermudadreieck-Effekt“ einsetzt. Beim nächsten Gang zum Briefkasten könnte eure Kleiderkiste schon leer sein. Probiert es einfach mal aus! Und vielleicht gibt es ja auch schon bald in Deutschland den ersten Street Store.

 

3. Kleiderkreisel

Die Secondhand-Plattform Kleiderkreisel ist im Prinzip die online Variante des guten alten Flohmarkt - nur dass man dafür weder an einen Termin gebunden ist, noch einen Stand anmieten muss. Hier kann man getragene Kleidung anbieten oder kaufen. Dank Lokal-Funktion („Finde Artikel in deiner Nähe“) kann man auch ganz gezielt nach Verkäufern in seiner Nähe suchen. Man spart dadurch nicht nur Versandkosten und -wege, sondern lernt auch tauschfreudige Menschen in seiner Nachbarschaft kennen!

 

4. Kleiderkammern, soziale Einrichtungen, Sozialkaufhäuser

Bedürftige Menschen können in Kleiderkammern, sozialen Einrichtungen und Sozialkaufhäusern günstig Kleidung und Schuhe erwerben. Bevor man sich zu den Standorten aufmacht, sollte man jedoch unbedingt vorher anrufen und nachfragen, ob und welcher Bedarf an Kleidung gerade besteht. Meist gilt die Faustregel: Kalte Jahreszeit, warme Kleidung. Warme Jahreszeit, leichte Kleidung. Allerdings bestehen durchaus auch Ausnahmen. So werden z.B. gerade für Flüchtlinge auch Flip-Flops benötigt, die sie in sanitären Einrichtungen tragen können. Informationen zu den Standorten findet man auf den Websites der eigenen Stadt. Außerdem haben wir euch hier ein paar Links zusammengestellt: 

- Kleiderkammern: DRK, Caritas, Berliner Kältehilfe

- Sozialkaufhäuser: Allerhand Gebrauchtwarenläden der Stadtmission Nürnberg, Weißer Rabe München, Fairkaufhaus Berlin, diakonia München, Malteserladen

 

Nachdem man so richtig schön aussortiert und Platz geschaffen hat, neigt man leider dazu die Lücken wieder neu zu be-shoppen. Wie man sein Kaufverhalten nachhaltig fairbessern kann, könnt ihr ausführlich im nächsten Beitrag lesen. So viel aber schon vorab: Nachhaltigkeit fängt für den Kleiderliebhaber schon beim Kauf an. Und das bedeutet auch, darauf zu achten, was man kauft. Textilsiegel wie das GOTS kennzeichnen Kleidung, die nachhaltig und ökologisch hergestellt ist. Wie unsere Baby- und Kinderkleidung. Wir sind auf grüner Mission und nehmen euch gern mit!

P.S.: Ihr seid gerade so richtig schön angefixt, Sachen auszumisten und weiterzugeben? Dann macht doch mit bei der Greenpeace-Aktion #TauschDichAus!

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