Kaufverhalten fair-bessern: Problemzone Kleiderschrank

Kaufverhalten fair-bessern: Problemzone Kleiderschrank

Die Fastenzeit neigt sich mit Ostern ihrem Ende, doch wir finden: Schaut doch mal, ob ihr euren Kleiderschrank entschlacken könnt! Wie ihr eure aussortierten Sachen grün los werden und wieder an den Mann bringen könnt, haben wir euch bereits im letzten Artikel vorgestellt. Nach diesem Loswerden der überschüssigen Pfunde steht man allerdings vor der eigentlichen Herausforderung: Den geschaffenen Platz nicht sofort wieder zu füllen!

Wie viel Kleidung brauche ich?

Mode ist für den einen zweckmäßig, für den anderen Ausdruck eines Lebensgefühls. Mode ist höchst individuell. Deshalb ist auch die Frage, wie viele Kleidungsstücke wir tatsächlich brauchen, nur individuell zu beantworten. Seit fünf Jahren gibt es allerdings die Aktion „Klamottenkur“, bei der Teilnehmer sieben Wochen lang mit einer „Kur“-Garderobe bestehend aus max. 50 Kleidungsstücken (inkl. Unterwäsche, Schuhe, Accessoires) auskommen. Klingt das jetzt nach viel oder wenig? Wir empfehlen: Durchzählen! Und zwar alles, was ihr im Kleiderschrank, in der Kommode, auf dem Garderobenständer habt. Wir versprechen: Ihr werdet verblüfft sein, wenn nicht sogar erschrocken! 

Der erste Schritt in Richtung nachhaltigem Konsum ist weniger Konsum. 

Das Bewusstsein darüber, wie viel Kleidung man tatsächlich besitzt, hilft. Es hilft, das eigene Kaufverhalten in Sachen Mode zu überdenken. Wir wollen niemanden zur Askese überreden. Wir schlagen stattdessen vor: Sich Zeit nehmen! Zeit dafür, was einem in Sachen Mode wirklich wichtig ist. Sollen neben Aktualität auch andere Aspekte eine Rolle spielen? Ist es mir z.B. wichtig, dass ich die Kleidung bedenkenlos tragen kann, weil keine Chemikalien verwendet wurden. Möchte ich, dass der Produktionsprozess fair verläuft – für die Menschen, die meine Kleidung herstellen. Bin ich bereit, weniger zu kaufen und dafür mehr in ein wirklich „grünes“ Kleidungsstück zu investieren. 

Wegweiser im Textildschungel.

Wer sich zum ersten Mal mit fair produzierter Kleidung beschäftigt, fragt sich: Wieso gibt es so viele verschiedene Gütesiegel? Und was bedeuten sie eigentlich? Eine gute Orientierung bietet der Labelguide von CCC (Clean Clothes Campaign). Die Textilproduktion wird hier vereinfacht in drei Schritten aufgeschlüsselt: Rohfaser-Herstellung, Verarbeitung und Endprodukt. Die Gütesiegel können dabei für einzelne Schritte oder die gesamte Kette stehen. Für einen hohen ökologischen Standard über die gesamte textile Kette, soziale Kriterien und Transparenz steht beispielsweise das GOTS-Siegel. Für den modeliebenden Mensch bedeutet das: GOTS-zertifizierte Kleidung kann ich guten Gewissens kaufen. Für mich und meine Lieben.

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